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08.09.2026

Von der Pole zurück in die Spitzengruppe

Team zeigt beim 992 Endurance Cup großen Kampfgeist

Bednarski, Tox Leveau und Saca führen beim Heimrennen in Spa – früher Rückschlag kostet drei Runden – starke Aufholjagd bis auf Gesamtrang sechs

Spa-Francorchamps, 5. September 2026 – Mühlner Motorsport hat beim Michelin 992 Endurance Cup in Spa-Francorchamps eindrucksvoll gezeigt, welches Potenzial in der Mannschaft, dem Porsche 911 GT3 Cup und dem Fahrertrio Joshua Bednarski, Conrad Tox Leveau und Rolando Saca steckt. Nach der Pole Position am Freitag führte die #21 das zwölfstündige Heimrennen zwischenzeitlich an. Ein technischer Zwischenfall in der Anfangsphase kostete jedoch mehrere Runden und damit die realistische Chance auf den Gesamtsieg.

Was danach folgte, war eine starke Mannschaftsleistung: Statt das Rennen abzuschreiben, kämpfte sich Mühlner Motorsport über nahezu die gesamte verbleibende Distanz zurück und brachte die #21 nach zwölf Stunden auf einem beachtlichen sechsten Gesamtrang ins Ziel. Auch der offizielle Rennbericht des Veranstalters hebt die Aufholjagd der Mühlner-Mannschaft ausdrücklich hervor.

Pole Position als erstes Ausrufezeichen

Bereits das Qualifying hatte gezeigt, wie konkurrenzfähig Mühlner Motorsport bei der dritten Auflage des Michelin 992 Endurance Cup war.

Nach drei Qualifying-Sessions zog die #21 in das entscheidende Shootout ein. Dort fuhr Conrad Tox Leveau eine 2:21.627 Minuten. Nach der Streichung einer schnelleren Runde von AF Motorsport wegen Track Limits bedeutete dies die Pole Position für Mühlner Motorsport. Joshua Bednarski hatte zuvor bereits im zweiten Qualifying mit 2:22.438 Minuten die Bestzeit gesetzt.

Damit stand beim Heimrennen in Spa erstmals ein Mühlner-Porsche ganz vorne in der Startaufstellung. Der anschließend veröffentlichte offizielle Starting Grid bestätigte die #21 auf Startplatz eins. 

Und auch nach dem Start blieb die #21 im Zentrum des Geschehens.

Führung im Heimrennen

Conrad Tox Leveau nahm das zwölfstündige Rennen von Startplatz eins auf und führte das Feld zunächst in Richtung Eau Rouge. Im Verlauf der ersten Runde musste er die Spitze zwar kurzzeitig an Rik Breukers abgeben, blieb aber unmittelbar am später siegreichen Red-Camel-Porsche dran.

Als Breukers wegen eines Frühstarts eine Durchfahrtsstrafe absolvieren musste, übernahm Mühlner Motorsport erneut die Gesamtführung. Zu diesem Zeitpunkt bestätigte sich das Bild des gesamten Wochenendes: Die #21 besaß nicht nur Qualifying-Speed, sondern auch das Tempo, um im Rennen um den Gesamtsieg zu kämpfen.

Nach etwas mehr als einer halben Stunde wurde die starke Fahrt der #21 allerdings unterbrochen. Ein technisches Problem zwang Tox Leveau zu einem ungeplanten Boxenstopp und kostete Mühlner Motorsport wertvolle Zeit.

Nach der Rückkehr auf die Strecke musste zunächst das ABS-System neu kalibriert werden. Der dafür notwendige Powercycle hätte grundsätzlich während der Fahrt durchgeführt werden können. Durch den zwischenzeitlichen Ausfall des ABS waren die Reifen jedoch bereits stark beansprucht worden. Die daraus resultierenden deutlichen Vibrationen veranlassten Tox Leveau dazu, konsequent auf Sicherheit zu setzen und die Box erneut anzusteuern.

Die Mannschaft nutzte diesen zusätzlichen Stopp für eine umfassende Sicherheitskontrolle des Porsche. Anschließend konnte die #21 das Rennen ohne weitere technische Probleme fortsetzen.

Der Zeitverlust war dennoch erheblich: Drei Runden trennten Mühlner Motorsport nun von der Spitze.

Für ein Zwölf-Stunden-Rennen, in dem nahezu ausschließlich technisch identische Porsche 911 GT3 Cup der Generation 992 gegeneinander antreten, war das eine enorme Hypothek.

Gleichzeitig begann damit eine bemerkenswerte Aufholjagd.

Nicht aufgegeben – zurück bis auf Platz sechs

Bednarski, Tox Leveau und Saca ließen sich von dem frühen Rückschlag nicht aus dem Konzept bringen. Gemeinsam mit der Boxencrew konzentrierte sich das Trio darauf, das vorhandene Potenzial der #21 über die verbleibende Renndistanz auszuspielen.

Die Pace stimmte weiterhin. Strategie, Fahrerwechsel und Boxenstopps liefen sauber, die drei Fahrer vermieden weitere Zwischenfälle und arbeiteten sich über die folgenden Stunden Schritt für Schritt wieder nach vorne.

Nach zwölf Stunden stand schließlich Platz sechs im Gesamtklassement.

Angesichts von drei zwischenzeitlich verlorenen Runden ist dieses Ergebnis weit mehr als nur eine Platzierung. Der Veranstalter beschreibt die Fahrt von Mühlner Motorsport ausdrücklich als starke Aufholjagd nach den Problemen der Anfangsphase.

Der Gesamtsieg ging an Red Camel-Jordans.nl vor Theeba Motorsport by Quanloop EST1 Racing und AF Motorsport. Mühlner Motorsport hatte jedoch mit Pole Position, Rennführung und der anschließenden Aufholjagd eindrucksvoll gezeigt, dass die Mannschaft beim 992 Endurance Cup zur absoluten Spitzengruppe gehörte.

Ein Wochenende, das mehr zeigt als Platz sechs

Entsprechend positiv fällt die sportliche Bilanz des Wochenendes aus.

Pole Position. Führung im Rennen. Speed über eine Runde. Speed über die Distanz. Und nach einem Rückstand von drei Runden noch Gesamtrang sechs.

Joshua Bednarski, Conrad Tox Leveau und Rolando Saca lieferten ein starkes Wochenende ab. Gleichzeitig bewies die gesamte Mannschaft nach dem frühen Rückschlag, dass sie auch unter schwierigen Bedingungen konzentriert weiterarbeiten und ein Zwölf-Stunden-Rennen zurück in Richtung Spitzengruppe drehen kann.

Die Pole Position und die Führung in der Anfangsphase dokumentierten den Speed der #21. Dass Bednarski, Tox Leveau und Saca nach einem Rückstand von drei Runden noch bis auf Gesamtrang sechs zurückkämpften, unterstreicht zugleich die Qualität, Moral und Ausdauer der gesamten Mannschaft.

Für das Team aus Spa-Francorchamps endet damit das erste Kapitel eines außergewöhnlich intensiven Septembers.

Zeit zum Durchatmen bleibt kaum.

Von Spa direkt auf die Nordschleife

Bereits am kommenden Wochenende wartet die nächste große Aufgabe: der NLS-Doubleheader auf der Nürburgring-Nordschleife.

Am 12. und 13. September stehen mit dem 65. ADAC Reinoldus-Langstreckenrennen und dem 66. ADAC ACAS Cup zwei Vier-Stunden-Rennen an nur einem Wochenende auf dem Programm. Für Mühlner Motorsport bedeutet das acht weitere Rennstunden – und gleichzeitig Einsätze mit drei unterschiedlichen Zielsetzungen.

#123: GT3-Angriff auf das Gesamtklassement

Im Porsche 911 GT3 R Evo26 #123 treten Martin Rump, Ben Bünnagel und Noah Nagelsdiek an.

Das Trio hat bereits gezeigt, was mit dem aktuellen GT3-Porsche von Mühlner Motorsport auf der Nordschleife möglich ist. Beim jüngsten Sechs-Stunden-Rennen fuhr die #123 von Startplatz 13 bis auf Gesamtrang sechs nach vorne und erreichte gleichzeitig Platz drei in SP9 Pro-Am. Vor der letzten Runde kämpfte das Auto sogar noch um Rang fünf.

Für den Doubleheader ist das Ziel entsprechend klar: Die starke Performance soll bestätigt und wenn möglich weiter verbessert werden.

Der GT3 R ist schnell, die Fahrer kennen das Auto und die Mannschaft hat gezeigt, dass sie sich auch im stark besetzten GT3-Feld der Nordschleife weit vorne behaupten kann.

#904: volle Konzentration auf den Meisterschaftskampf

Mindestens ebenso wichtig wird der Einsatz des Porsche 911 GT3 Cup #904.

Nico Bastian, Joshua Bednarski und Tim Scheerbarth gehen in Cup 2 auf Punktejagd. Für Mühlner Motorsport geht es dabei um den Kampf um die Meisterschaft in der Porsche Endurance Trophy Nürburgring.

Die Ausgangslage ist vielversprechend. Bastian gewann zuletzt gemeinsam mit Martin Rump NLS6 in Cup 2 und baute damit die Tabellenführung aus. Beim anschließenden Sechs-Stunden-Rennen NLS7 verpasste die #904 das Podium lediglich um 1,587 Sekunden.

Mit zwei Rennen innerhalb eines Wochenendes kommt dem Doubleheader im Kampf um die Meisterschaft besondere Bedeutung zu.

Jeder Boxenstopp zählt. Jede Runde zählt. Jeder Punkt zählt.

Mit Bastian, Bednarski und Scheerbarth bringt Mühlner Motorsport eine Besetzung an den Start, die den Porsche 992 Cup und die besonderen Anforderungen der Nürburgring-Nordschleife bestens kennt.

Für Bednarski geht es dabei praktisch ohne Unterbrechung weiter: Nach zwölf Rennstunden in Spa wartet nur wenige Tage später bereits der nächste intensive Einsatz auf der Nordschleife.

Cayman GT4: Fahrerentwicklung auf der anspruchsvollsten Rennstrecke der Welt

Das dritte Programm des Wochenendes verfolgt ein anderes, für Mühlner Motorsport aber ebenso wichtiges Ziel.

Mit dem Porsche 718 Cayman GT4 setzt das Team sein bewährtes Nordschleifen- und Permit-Programm fort. Der Cayman bietet die ideale Plattform, um Fahrer kontrolliert an die besonderen Anforderungen der rund 25 Kilometer langen Kombination aus Grand-Prix-Strecke und Nordschleife heranzuführen.

Zu den Fahrern des Doubleheaders gehört Amadeo Quirós aus Costa Rica. Der Südamerikaner bringt bereits internationale Langstreckenerfahrung mit und soll nun auf der Nordschleife den nächsten Schritt seiner Entwicklung absolvieren.

Dabei geht es nicht primär um das Ergebnis auf dem Papier. Kilometer sammeln, die Strecke unter Rennbedingungen kennenlernen und die notwendigen Voraussetzungen für die DMSB Permit Nordschleife erfüllen, stehen im Mittelpunkt.

Genau diese Verbindung verschiedener Aufgaben gehört seit vielen Jahren zur Philosophie von Mühlner Motorsport: erfahrene Piloten auf höchstem Niveau einzusetzen und gleichzeitig neue Fahrer systematisch an eine der anspruchsvollsten Rennstrecken der Welt heranzuführen.

So verbindet Mühlner Motorsport beim kommenden Doubleheader drei zentrale Bereiche seines Programms:

GT3-Performance im Kampf um die vorderen Gesamtpositionen.
Meisterschaftskampf mit dem Porsche 911 GT3 Cup.
Und Fahrerentwicklung mit dem Porsche 718 Cayman GT4.

Von der Pole in Spa zum nächsten Dreifach-Angriff

Das 992-Endurance-Wochenende hat gezeigt, wie schnell Mühlner Motorsport derzeit aufgestellt ist.

Die Pole Position und die zwischenzeitliche Führung waren der sichtbare Beweis dafür. Dass Bednarski, Tox Leveau und Saca nach dem frühen Rückschlag und drei verlorenen Runden dennoch bis auf Gesamtrang sechs zurückkämpften, spricht ebenso für die Fahrer wie für die gesamte Mannschaft hinter ihnen.

Nun geht es weiter.

Von Spa-Francorchamps direkt in die Eifel. Vom zwölfstündigen Markenpokal zum NLS-Doubleheader. Vom Porsche 911 GT3 Cup zum GT3 R und zum Cayman GT4.

Drei Fahrzeuge. Drei unterschiedliche Aufgaben. Ein gemeinsames Ziel: das Maximum aus jedem Rennen herauszuholen.

Der September-Marathon von Mühlner Motorsport ist in vollem Gange.

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