Die Erfolgsserie von Mühlner Motorsport reißt nicht ab: Beim sechsten Lauf der Nürburgring Langstrecken-Serie (NLS) hat das Trio Arne Hoffmeister, Tim Scheerbarth und David Jahn den mittlerweile fünften Saisonsieg eingefahren – und das in einer Art und Weise, die selbst langjährige Beobachter ins Schwärmen bringt. Präzise Boxenstopps, kompromisslose Konstanz und nervenstarke Zweikämpfe machten den Sieg perfekt und festigen die Rolle des Teams als heißester Titelkandidat in der Cup-2-Klasse.
„Das war wieder ein absolutes Teamrennen – jeder Stint, jeder Boxenstopp saß perfekt. Wir wissen, dass wir gerade etwas Besonderes schaffen“, resümierte ein glücklicher Tim Scheerbarth nach dem Rennen.
Nervenstärke im Titelkampf
Je näher die Saison ihrem letzten Drittel entgegengeht, desto deutlicher wird: Titel gewinnt man nicht allein mit Speed, sondern mit Geduld, klarem Kopf und cleverer Strategie. Genau hier spielt Mühlner seine Stärken aus. Ob es um Track-Position im dichten Verkehr geht oder um das Abwarten der richtigen Code-60-Phase – das Team beweist Woche für Woche, dass es die Nordschleife nicht nur kennt, sondern beherrscht.
Heimspiel in Spa: Bis zu zwei 992 im Einsatz
Der September beginnt für Mühlner Motorsport mit einem echten Highlight: Beim 992 Endurance Cup in Spa-Francorchamps wird das Team mit bis zu zwei Porsche 911 GT3 Cup (992) an den Start gehen – und das direkt vor der eigenen Haustür. Nach dem vielbeachteten Debüt des Formats im vergangenen Jahr rechnet Mühlner mit einem vollen Starterfeld und hochspannenden Duellen auf der Ardennen-Achterbahn.
„Spa ist unser Wohnzimmer. Für uns ist es etwas ganz Besonderes, mit zwei Autos auf dieser legendären Strecke anzutreten“, so Teamchef Bernhard Mühlner.
Herausforderungen im September: Red Bull Ring und Nürburgring
Nur eine Woche später wartet eine Mammutaufgabe: Während auf dem Red Bull Ring das Saisonfinale des Prototype Cup Germany steigt – mit einem Duqueine LMP3 als Mühlner-Debüt – läuft zeitgleich auf dem Nürburgring ein NLS-Double Header.
Das bedeutet: zwei Schauplätze, zwei Programme, ein Ziel. Für Hoffmeister, Scheerbarth und Jahn geht es am Ring um die Siege sechs und sieben – und damit um die ganz große Chance auf den Titel. Parallel verleiht das LMP Team aus den belgischen Ardennen in Spielberg dem Starterfeld beim Prototyp Cup Germany noch mal blau weißen Glanz: Im vergangenen Jahr hatte Mühlner eine Vielzahl der Rennen gemeinsam mit Keanu Al Azhari beeindruckend gewinnen können.
Endspurt: Barcelona und Nürburgring
Ende September spaltet sich das Team erneut: Während die Crew Rump/Zviedris/Hanses beim 24h-Rennen von Barcelona um bis zu 60 Punkte und damit um die Meisterschaft in der 24H Series kämpft – frisch beflügelt vom Klassensieg bei den 12H Paul Ricard – stehen am Nürburgring weitere NLS-Runden mit gleich drei Mühlner-Porsche auf dem Programm.
Blick nach vorne: Middle East Trophy
Kaum ist die Saison in Europa beendet, richtet sich der Blick gen Winter. Schon jetzt laufen die Vorbereitungen auf die Middle East Trophy, die mit den 12 Stunden von Malaysia, den 6 Stunden von Abu Dhabi und dem 24-Stunden-Rennen von Dubai drei absolute Highlights des Wintersports bietet. Autos, Material und Logistik werden minutiös geplant – und das Paket ist für Fahrer und Sponsoren gleichermaßen attraktiv.
Alles in Allem: Eine Saison mit Gänsehautmomenten
Fünf Siege in sechs Rennen der NLS, dazu ein Programm, das von der Nordschleife über Spa und Barcelona bis in den Mittleren Osten reicht – Mühlner Motorsport erlebt 2025 eine Saison, die an Dramatik und Vielseitigkeit kaum zu überbieten ist. Mit jedem Wochenende wächst die Chance, dass am Ende nicht nur ein Titel gefeiert wird, sondern gleich mehrere Kapitel Motorsportgeschichte geschrieben werden.
