Die neue Saison steht in den Startlöchern

Auftakt mit neuer Sprintserie in Amerika

 

Daytona ist auch in diesem Jahr wieder die erste Rennstrecke auf der die Rennfahrzeuge von Mühlner Motorsport das erste Mal in der noch jungen Saison den Asphalt berühren werden. Mit der Startnummer 18 wird Mirco Schultis in der neuesten Serie der IMSA antreten. Die Rennen der IMSA VP Racing Sportscar Challenge werden neben Daytona unter anderem auf den legendären Rennstrecken in Sebring, Watkins Glen und Road Atlanta ausgetragen. An jedem der Rennwochenenden tritt der jeweilige Fahrer zu insgesamt zwei 45 Minuten Sprintrennen an.  Die VPRC tritt damit die Nachfolge der IMSA Prototype Challenge an in der Mühlner zuletzt die Vize-Meisterschaft auf dem Konto verbuchen konnte.

 

Auch auf den Rennstrecken in Europa werden die blau-weißen GT und LMP Renner von Mühlner in diesem Jahr unterwegs sein.

Geplant ist der Einsatz mehrerer Porsche GT3 Cup Boliden in der Nürburgring Langstrecken Meisterschaft auf der Nordschleife und beim 24 Stunden Rennen durch die Grüne Hölle.

Die Vorbereitungen für den Prototype Cup Germany, die European Le Mans Series und den Le Mans Cup laufen auf Hochtouren.

Geplant ist der Ausbau des 2022 bereits erfolgreichen Einsatz des ORECA 07 LMP2 und mehrerer Duqueine D08.

2022 in der European Le Mans Series

Als logischen Schritt auf dem Weg zur Teilnahme am Le Mans 24-Stunden-Rennen, dem größten und bedeutensden Rennen der Welt, setzte Mühlner Motorsport 2022 einen nagelneuen ORECA 07 LMP2 in der European Le Mans Serie ein.

Diese neue Herausforderung wurde auf Anhieb erstaunlich gut gemeistert. Bereits beim ersten Rennen in Paul Ricard fuhr der von H&R Spezialfedern und der Kaiser AG unterstütze Bolide in die Punkte. P9 von 17 LMP2 Fahrzeugen, eingesetzt von den besten und meist erfahrenen Prototypen Teams der Welt.

Beim zweiten Lauf der Saison in Imola gab es leider einen Dämpfer: Nach „Feindberührung“ landete der Mühlner Oreca 07 mit der Startnummer #21 im Kiesbett und daher gab es 0 Punkte. Der dritte Lauf fand ebenfalls in Italien statt. Das Rennen im Königlichen Park von Monza endete auf einem hervorragenden 3. Platz.

Die zweite Saisonhälfte startete in Barcelona. Auch dort fuhr das Mühlner Team in die Punkte.

Ein 2-tägiger Test in Portimao brachte einen weiteren Performance Schub. Sowohl im Lauf 5 in Spa-Francorchamps, dem Heimrennen von Mühlner Motorsport, als auch beim Saisonfinale in Portimao bewies das Mühlner Team, dass es sich wettbewerbsfähig in der ELMS etabliert hat. Der Mühlner Oreca 07 mit der Startnummer #21 stand bei den meisten Sessions sehr weit oben auf den Ergebnislisten.

Außer bei den Rennergebnissen, denn da mussten in den beiden letzten Läufen DNFs wegen Unfällen hingenommen werden. Mit drei „Nullern“ wegen Unfall blieb letztlich nur der 11. Rang (von 17 Teams) in der ELMS Jahreswertung.

„Einerseits bin ich sehr stolz auf das, was wir mit einer für uns neuen Fahrzeug-Generation in einer für uns neuen Renn-Serie auf Anhieb erzielt haben. Andererseits bin ich sehr enttäuscht, dass durch drei Unfälle eine sich in Reichweite befindliche Top Five Platzierung in der Jahreswertung verspielt wurde“, fasst Bernhard Mühlner die erste Saison in der ELMS zusammen und fährt fort: „2023 werden wir erneut angreifen und die Speed und die Zuverlässigkeit, die wir 2022 bereits hatten, dann auch in greifbare Ergebnisse ummünzen.

2022 für Mühlner in der Nürburgring Langstrecken Serie

An der Nürburgring Langstrecken Serie, (NLS vormals VLN) auf der legendären Nordschleife nimmt Mühlner Motorsport seit 1990 teil. Erst mit den in Eigenregie entwickelten und aufgebauten Opel Kadett und Astra in der stark umkämpften 2Liter Klasse, dann mit den bei den Fans wegen ihrem 5-Zylinder-Sound so beliebten Volvo S60 und seit 2004 auch mit Porsche Cup, GT4 und GT3 Rennfahrzeugen.

2022 setzte Mühlner Motorsport einen Porsche 911 GT3 Cup (Model 992) in der neu geschaffenen Porsche Endurance Trophy Nürburgring ein. Vor dem Saisonfinale Anfang November befand man sich, dank des starken zweiten Platzes von Hoppe / Salewsky / Di Martino beim vorletzen Lauf Ende Oktober, noch im Kampf um den dritten Gesamtrang, obwohl zwei der bis dahin sieben Wertungsläufe wegen Unfällen nicht beendet werden konnten.

Beim Saison Finale brannten Hoppe / Salewsky / Di Martino ein Feuerwerk ab und führten die meiste Zeit bis zum dritten Unfall der Saison… Trotz der insgesamt drei DNFs wegen Unfällen landete der Mühlner Porsche mit der Startnummer #123 noch auf einem bemerkenswerten 5. Gesamtrang der Jahreswertung.

„Sicherlich haben wir uns mehr erhofft, aber in der Cup2 Klasse der PETN geht es hart zur Sache. Für uns ist es wichtig hervorzuheben, dass unser von H&R unterstützter Porsche 911 immer wie ein Uhrwerk ohne auch nur den kleinsten technischen Defekt gelaufen ist. Dass die Fahrer immer voll ans Limit gehen müssen, da die Klasse so hart umkämpft ist, kann dann zu Unfällen führen,“ analysiert Bernhard Mühlner.

 

2022 startete für Mühlner in Daytona

Die Saison 2022 war überaus spannend. Neben den Aktivitäten mit Porsche auf der Nürburgring Nordschleife und dem Einsatz von insgesamt fünf Duqueine D08 in drei Meisterschaften auf beiden Seiten des Atlantiks machte das erfolgreiche Team sein viel beachtetes Debüt in der hart umkämpften LMP2-Kategorie der European Le Mans Series.

Hier der chronologische Rückblick auf die umfangreiche Saison 2022:

Wie jedes Jahr seit 2011 ging auch die Saison 2022 bereits im Januar in Daytona los.

Nachdem Muehlner Motorsports America 2021 mit Moritz Kranz in beeindruckender Manier die Vizemeisterschaft in der IMSA Prototype Challenge einfuhr (in sechs Rennen: 6 x Pole und 3 Siege und einmal P2) hatte man dieses Jahr zwei Fahrzeuge genannt. Allerdings blieb dem Team 2022 der Erfolg des Vorjahres verwehrt.

Beim Saisonfinale in Road Atlanta, dem allerletzten Lauf der der IMSA Prototype Challenge überhaupt (die Challenge wird 2023 nicht mehr ausgetragen) zeigten Oscar Tunjo und Alex Popow allerdings wie wettbewerbsfähig Muehlner Motorsports America wirklich war; ohne ein unglückliches FCY wäre das Rennen gewonnen worden.

IMSA Rolex 24h und WeatherTech SportsCar Championship

Auch bei den Rolex 24h hatte Muehlner Motorsports America diesmal zwei LMP3 im Einsatz. Dementsprechend waren acht Rennfahrer am Start.

Einer der mit H&R Federn ausgestatteten und von H&R unterstützten Duqueine D08 war auch in der IMSA WeatherTeach SportsCar Championship bei den Sebring 12h und den Watkins Glen 6h am Start. Obwohl die Duqueine D08 von Muehlner Motorsports America immer schnell und wettbewerbsfähig waren, verhinderten Unfälle und weitere Widrigkeiten die ganz großen Erfolge.

Bernhard Mühlner zieht aber trotzdem ein positives Fazit: „So ist das Motorsport nun einmal, trotz der besten Vorbereitung ist nicht alles planbar. Wie im „richtigen Leben“ muss man aus Niederlagen lernen. Das haben wir gemacht und wir werden stärker denn je zurückkommen.“